Palettenkonto führen, statt Paletten zu verschenken
Eine Europalette kostet zwischen zehn und über zwanzig Euro. Wer im Monat hundert Stück nicht zurückbekommt, verliert den Gegenwert eines gebrauchten Anhängers im Jahr – meist ohne es zu merken.
Warum Paletten so oft verloren gehen
Nicht durch Diebstahl, sondern durch Buchhaltung, die niemand führt. Der Fahrer tauscht an der Rampe, notiert es auf dem Palettenschein, der Schein wandert in die Fahrerkabine. Wenn drei Wochen später der Kunde behauptet, es seien nur acht statt zwölf gewesen, gibt es zwei Aussagen und keinen Nachweis.
Das Muster ist immer dasselbe: Der Tausch wird zwar erfasst, aber zu spät und an der falschen Stelle.
Wie das Palettenkonto in lodo geführt wird
- Am Auftrag steht, wie viele Paletten mitgehen und ob getauscht wird.
- Der Fahrer meldet auf der Tour, wie viele tatsächlich getauscht wurden – mit Foto des Palettenscheins.
- Beim Tagesstart gibt er die Palettenzahl auf dem Fahrzeug an. Damit ist der Bestand jeden Morgen belegt und nicht geschätzt.
- Abweichungen zwischen erwartet und gemeldet gehen als Hinweis an eine E-Mail-Adresse, die Sie festlegen. So merken Sie es am selben Tag, nicht bei der Jahresinventur.
Der entscheidende Punkt ist nicht die Zahl, sondern der Zeitpunkt: Eine Differenz, die am selben Tag auffällt, lässt sich klären. Eine, die nach vier Wochen auffällt, wird abgeschrieben.
Was Sie damit gegenüber dem Kunden in der Hand haben
Zu jedem Auftrag gehört, was mitging, was zurückkam und der fotografierte Schein. Wenn ein Kunde die Zahl bestreitet, führen Sie kein Gespräch über Erinnerungen, sondern zeigen den Beleg mit Datum. Meist reicht schon, dass der Kunde weiß, dass Sie es führen.
Und wenn der Kunde nicht tauscht?
Dann steht am Auftrag, dass nicht getauscht wurde – und die Menge bleibt offen auf dem Konto dieses Kunden stehen. Genau diese offenen Posten sind es, die man ohne System nach ein paar Monaten nicht mehr rekonstruieren kann.
Häufige Fragen
Wird pro Kunde oder pro Fahrer gezählt?
Beides greift ineinander: Der Fahrer meldet, was auf dem Fahrzeug passiert ist, zugeordnet wird es dem Auftrag und damit dem Kunden. So sehen Sie sowohl den Bestand auf den Fahrzeugen als auch den offenen Saldo je Kunde.
Was ist mit Paletten anderer Art, etwa Gitterboxen?
Die Mengen werden am Auftrag erfasst; der Ablauf ist derselbe. Wenn Sie dabei eine besondere Systematik brauchen, sagen Sie Bescheid – solche Anpassungen kommen aus der Praxis und werden eingebaut.
Bekomme ich eine Auswertung über offene Paletten?
Ja, die offenen Mengen stehen am Kunden. Die Meldung bei Abweichungen kommt zusätzlich per E-Mail an die Adresse, die Sie in den Einstellungen hinterlegen.
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